Rollkunstlauf

Rollkunstlauf (280)

Am Freitag, den 7. Januar reisten 24 Sportlerinnen, 4 Betreuerinnen/Trainerinnen aus Heilbronn, Bad Friedrichshall, Nattheim, Eppingen, Weil am Rhein und Winnenden zur Sportschule Ruit in Stuttgart-Ostfildern.

Bis zum Sonntag standen zahlreiche Trainingseinheiten auf dem Programm. Hierfür konnten wir Lela und Oleg aus Berlin gewinnen, die auch bei vielen DRIV-Kaderlehrgängen dabei sind und die Themen Ballett, Beweglichkeit, Choreografie, Laufschulung und Athletik abdecken. Unterstützt wurden beide von Katharina Heppeler, Svenja D'Amore, Anja Felchle und Angelika Ohlau.

(Foto von Anja Felchle)

**** Eindrücke der Rollkunstläuferinnen Sarah B. und Kiara R. aus Nattheim: Der Lehrgang in Ruit hat uns sehr gefallen. Allgemein konnten wir alle gemeinsam einige schöne Tage verbringen, in denen wir nicht nur wertvolle neue Dinge für unseren Sport lernen durften, sondern auch unsere Freundschaften (auch außerhalb des eigenen Vereins) stärken konnten. Alle gemeinsam unter einem Dach, vor allem mit gemeinsamen schlafen und essen, ist einfach immer wieder schön und durch die räumlichen Gegebenheiten in Ruit noch viel gemeinschaftlicher.

(Foto von Angelika Ohlau)

..... Oleg trainierte uns in der Laufschulung. Es war super einmal die viel fortschrittlicheren Techniken des Eislaufens zu hören, zu sehen und auszuprobieren. Nur war es immer sehr viel auf einmal, was die Umsetzung an manchen Stellen etwas schwierig machte. Aber als Ansätze, um im eigenen Training weiter daran üben zu können, waren die Techniken super.

..... Auch die Theoriestunden fanden wir sehr hilfreich und aufschlussreich. Es war gut uns mal intensiver mit den Panels unserer Küren auseinander setzen zu können, um noch besser zu verstehen, an was wir noch arbeiten und/oder anders machen müssen. Das genaue Auseinandersetzen mit „was ist wichtig in meiner Kür“ und „wie kommt meine Wertung zu Stande“ war dringend nötig. Die Sprungtechniken ausgewählter Sprünge einmal im Kopf und auf Papier in einzelne Schritte zu gliedern und durch zu gehen war auch eine sinnvolle Sache.

Die Athletikeinheit war leider sehr kurz, aber die immer kurz angeschnittenen Übungen fanden wir sehr gut und wirkungsvoll. Einiges davon konnten wir schon in unser Trainingsprogramm zuhause aufnehmen.

Das Hightlight des Lehrgangs war für viele von uns das Balletttraining. Es war richtig cool, mal richtiges Ballett so richtig professionell gezeigt zu bekommen. Plötzlich hat das Ballett sogar dem größten Ballettmuffel Spaß gemacht. Es war sehr anstrengend, aber hat unserer Meinung nach auch sehr viel gebracht. Wir konnten sehen und auch spüren, dass sich unsere Haltung schon nach den wenigen Stunden verbessert hat. Auch jetzt im Nachhinein können ein paar von uns schon Veränderungen der Haltung auf den Rollen feststellen. Die richtige „Ballettsprache“ ist auch sehr nützlich zu kennen. Mit ihr ist es viel leichter, jemandem die richtige Haltung bei einem Schritt zu erklären (z.B. Haltung nach dem Choctaw = 4. Arabesque und schon stehen alle richtig). Nach dem wir die Choreo gelernt hatten, welche koordinativ schon anspruchsvoll war, waren wir alle sehr stolz auf uns und es hat viele animiert auch weiterhin zuhause an den Schritten zu feilen.

Wir würden uns freuen, wenn wir noch öfters so professionelle Ballettstunden machen dürften.

Insgesamt konnten wir also viele neue wertvolle Tipps, Techniken, Ansätze,… mit nach Hause nehmen, die uns mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dabei helfen, bessere Rollkunstläufer zu werden.

Wir hatten viel Spaß und eine wirklich schöne Zeit.

************* Insgesamt war es ein sehr gelungener Lehrgang mit vielen Anregungen für das Training zu Hause.

Text von Angelika Ohlau

Mittwoch, 12 Januar 2022 11:22

Jahresbericht 2021 Rollkunstlauf

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Jahresbericht 2021_Rollkunstlauf.pdf

von der SK-Vorsitzenden Angelika Ohlau

Über 100 Teilnehmer aus sieben Nationen kämpften beim Interland-Cup an drei Tagen im Landesleistungszentrum in Darmstadt in sieben Alterskategorien um Medaillen und Punkte und machten diesen renommierten Kürwettbewerb wieder zu einem hochkarätigen Treffen der europäischen Rollkunstläufer. Den Pokal gewann Spanien vor Deutschland, Italien und den Niederlanden.

Von links: Natalie Rothenbächer, Trainerin Gudrun Hartmann, Lara Rozankowski, Jana Nolte, Trainerin Petra Schneider-Blattner

Die Deutsche Meisterin Natalie Rothenbächer vom REV Heilbronn präsentierte eine der schönsten Kurzprogramme ihrer Laufbahn. Fehlerfrei, mit Doppelaxel und Dreifachsalchow und zahlreichen Doppelsprüngen sowie hervorragenden Pirouetten eingebettet in eine ausdrucksstarke Choreographie erhielt sie hohe Wertungen vor allem in der Note für die Präsentation. Nur 0,8 Punkte trennte sie von der starken Spanierin Nonaya Cuervo Sanjurjo. Im großen Programm verließen der 20-jährigen Studentin dann die Nerven und sie patzte vor allem bei den Pirouetten-Kombinationen, welche sie sonst besonders gut darbot. Für ihre musikalischen und tänzerischen Schritte bekam sie auch hier die besten Noten, allerdings war der Einbruch bei den Wertungen für die Schwierigkeiten so stark, dass sie einen Platz verlor und hinter der Spanierin und der Deutschen Vizemeisterin Sofie Hofferberth auf Rang drei landete in einem starken Feld von 13 Sportlerinnen aus ganz Europa.

von links: Natalie, Jana, Lara

Einen schönen WRIV-Erfolg konnte die 13-jährige Lara Rozankowski verbuchen. Sie errang Rang sechs bei den Espoirs unter 14 Rollkunstläuferinnen aus fünf Nationen. Die neun Jahre alte Jana Nolte, die das REV-Trio vervollständigte, konnte mit ihrem fünften Rang zufrieden sein, war dieser Platz doch nur knapp einen Punkt zur Bronzemedaille entfernt.

Bericht: Sigrid Seeger-Losch

Fotos: Claudia Hartmann

Mittwoch, 13 Oktober 2021 13:26

Rollkunstlauf-Weltmeisterschaften in Paraguay

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Die Deutsche Meisterin Natalie Rothenbächer vom REV Heilbronn ist mit vielen Eindrücken von den Weltmeisterschaften im Rollkunstlauf in Asuncion (Paraguay) zurückgekehrt.

Die anfänglichen Bedenken wegen der Sicherheit in Pandemiezeiten haben sich nicht bestätigt. Sogar Geimpfte mussten sich jeden dritten Tag testen lassen und es herrschte Maskenpflicht.

Die 20-jährige Studentin war zum ersten Mal in der Meisterklasse am Start. Bei ihrer letzten WM-Teilnahme 2018 in Frankreich konnte sie noch bei den Junioren antreten. In einem starken Teilnehmerfeld von 26 Athletinnen aus 16 Nationen gelang ihr im Kurzprogramm trotz großer Nervosität eine ausdrucksstarke Präsentation auf die anspruchsvolle Musik „dance macabre“. Ein guter 12.Platz war das Ergebnis. Stürze beim Doppelaxel und Dreifachsalchow hatten zuvor Abzüge hervorgerufen. Aber in der Wertung für Choreographie und Ausdruck konnte sie wie immer punkten.

Natalie Rothenbächer

In der Vierminutenkür auf die Filmmusik aus „Casablanca“ in einer musikalischen Performance mit schönen Schrittverbindungen schlichen sich jedoch auf Grund der Anspannung einige Fehler in den Pirouetten-Kombinationen ein, sodass sie zwei Plätze verlor und im Endergebnis auf Rang 14 landete vor Sandra Diaz aus Kolumbien. Sie konnte zwölf Konkurrentinnen, vor allem aus dem stark im Kommen befindlichen Südamerika, hinter sich lassen. Bereits Ende Oktober wird sie beim renommierten internationalen Wettkampf „Interland-Cup“ in Darmstadt dabei sein, um eine aufregende Sportsaison zu beenden.

Bericht: Sigrid Seeger-Losch

Foto: Ernst Rothenbächer

Zahlreiche Medaillen bei Süddeutschen Meisterschaften in Heilbronn

Mit einem bunten Fahnentanz des Nachwuchses eröffnete der REV Heilbronn die Süddeutschen Meisterschaften im Rollkunstlaufen im Karl-Heinz-Losch-Rollsportstadion im Campuspark am Europaplatz. Zum achten Mal wurden diese in Heilbronn ausgetragen, letztmals vor 14 Jahren. Großes Lob gab es von allen Seiten für den Ausrichter für die reibungslose und freundliche Organisation für welche REV-Abteilungsleiterin Jana Kopp zuständig war. Trotz zusätzlicher coronabedingter Erschwernisse mit Teststation, Eintrittskontrollen und zahlreichen zusätzlichen Ordnern hatte alles geklappt. Und auch das erstmals bei einer SDM angewandte internationalen Bewertungssystem RollArt wurde durch eine vergrößerte Jury bestens umgesetzt.

Den ersten Meistertitel gab es im Pflichtlaufen durch Eleonora Tissen vom RRV Eppingen. Sie verwies mit einer hervorragenden Leistung die Titelverteidigerin Lena Bauer aus Hessen auf Platz zwei. Bei den Herren gewann ihr Clubkamera Adrian Zoller ebenfalls Gold. Die Silbermedaille im Kürlaufen errang Robin Gerstenmaier, ebenfalls aus Eppingen, mit zahlreichen gelungenen Kürelementen vor Kirill Konorov aus Bayern. Die Kür-Bronzemedaille bei den Damen erkämpfte Sarah Bortel vom RSV Nattheim Leider waren die Junioren- und Jugendkategorien recht schwach besetzt. Juniorenmeisterin in der Kür wurde Victoria Fox vom RRV Bad Friedrichshall und die Silbermedaille in der Pflicht der Jugendklasse ging an Lisa Dörr aus Eppingen.

Sehr erfreuliche Zahlen gab es jedoch bei den vier Schülergruppen der Jahrgänge 2006 bis 2013. Bei den Schülern A kam Nina Hoppe (RSV Nattheim) in der Pflicht auf Rang fünf. Bei den Schülern B landete der REV Heilbronn gleich einen Doppelsieg und die umjubelte Kürpräsentation der 12-jährigen Colleen Fox (Foto) wurde zu einem der Höhepunkte der Wettbewerbe. Perfekte Doppelsprünge, darunter die schwierigen Rittberger und Lutz sowie eine fünffache Pirouetten-Kombination in einer schönen Choreographie ergaben einen hohen Punktegewinn vor ihrer Vereinskameradin Lara Rozankowski, die sich über Silber freuen durfte.

Colleen Fox in einer Sitzpirouette (Foto Mario Rebischke)

Colleen Fox bei der Siegerehrung (Foto von Mario Rebischke)

Aber auch bei den Schülern C war die Freude beim REV Heilbronn groß über den 1.Platz der 10-jährigen Una Hadzic, die mit jugendlichem Elan ihre Kür darbot. Vierte wurde Mira Gergeni aus Nattheim. Für die Trainerin der jungen Heilbronner Talente Gudrun Hartmann gab es als I-Tüpfelchen dann noch die Bronzemedaille von Josefien Fox bei den Schülern D. In dieser Altersgruppe war allerdings Amelie Fiorina Felchle (Foto) der kleine Star. Das neunjährige Talent aus Winnenden siegte mit großem Vorsprung und ließ 15 Konkurrentinnen hinter sich.

"Hoch hinaus“ will Amelie-Fiorina Felchle (Foto Mario Rebischke)

Die Sparte Solotanzen des WRIV war ganz in den Händen der SV Winnenden. In den verschiedenen Altersklassen gewannen Mara Beller, Enola Prescher, Lilly-Florentina Felchle, und Amelie-Fiorina Felchle die Treppchenplätze. Vierte bei den Schülern B wurde Valentina Sofia Markakis vor Aurelie Rathmann. Die Heilbronnerinnen Lara Grauer und Emilia Adam kamen in ihren Altersgruppen mit den Inlineskates und einer soliden Leistung jeweils auf Rang eins. Alle Ergebnisse auf rev-heilbronn.de/sdm2021 Bericht: Sigrid Seeger-Losch

 

SDM 2021 Heilbronn Gesamtergebnis.pdf

Am Ende der Sommerferien waren Rollkunstläuferinnen aus Heilbronn und Winnenden zu einem ganztägigen Lehrgang in die Rollsporthalle Winnenden geladen. 

Unter der Leitung von Trainerinnen und Trainern aus beiden Vereinen wurde ein umfangreiches Programm absolviert. Neben Trainingseinheiten von Sprüngen und Pirouetten waren weitere Themenfelder Athletik- und Koordinationstraining, Laufschulung und Skating Skills, Schulung der Haltung und Sprungkraft, sowie Training mit dem Spinner.

Die 30 Teilnehmerinnen des Lehrgangs haben die einzelnen Trainingsinhalte mit viel Spaß, Freude und Konzentration absolviert. Nach einem Mittagessen unter freiem Himmel, bei schönem Wetter, wurden auch die jeweiligen Küren gelaufen und die Läuferinnen konnten gute Tipps mit nachhause nehmen. Für die Breitensportler und Nachwuchsläufer war dieser Lehrgang eine große Motivation für ihr weiteres Training und die noch folgenden Wettbewerbe.

Ein großer Dank geht an die Trainer, Organisatoren und Helfer, die diesen tollen Lehrgang gestaltet und begleitet haben!

Bericht und Bilder: Anja Felchle, SV Winnenden

Sechs Jahre mussten die Rollsportfans aus dem Ländle warten, bis sie wieder eine Deutsche Meisterin in ihren Reihen begrüßen konnten. Natalie Rothenbächer vom REV Heilbronn errang den Titel in der S-Arena in Göttingen und lief damit in die Fußstapfen von Stefanie Lell, die 2015 in Kiel die Goldmedaille erkämpft hatte.

Rothenbächer gewann in einer kleinen Zitterpartie den Titel vor Titelverteidigerin Sofie Hofferberth aus Hessen mit 109,44 zu 106,88 Punkten. Zu verdanken hatte sie die Goldmedaille ihrer herausragenden Performance im Kurzprogramm zur anspruchsvollen Musik „dance macabre“ mit hohen Wertungen für eine ausdrucksstarke Präsentation und gelungenen schwierigen Elementen, wodurch sie sich einem Vorsprung von fünf Punkten erkämpfte. Bei der Kür machten sich dann einmal mehr die Nerven bemerkbar und der 20-jährigen Studentin verliefen einige Fehler bei den Sprüngen und auch einen Sturz beim Dreifach-Toeloop musste sie verkraften. Hervorragende Pirouetten- und Schrittkombinationen in einer wunderschönen Choreographie auf die Filmmusik aus Casablanca machten diese Defizite jedoch wieder wett. Die Nervenanspannung der Rothenbächer-Fans und auch von Trainerin Petra Schneider-Blattner, der früheren Weltmeisterin, löste sich in Jubel auf, als nach Abschluss dieses spannenden und knappen Wettbewerbs auf der Anzeigetafel die Heilbronnerin als die beste Rollkunstläuferin in Deutschland feststand.

Insgesamt hatten sich 21 Teilnehmer aus fünf Vereinen des WRIV für die DM-Teilnahme qualifiziert und weitere Medaillen und gute Plätze erringen können. Bei den Schülern waren die Starterfelder besonders groß. Bei den Tots schaffte es die neunjährige Jana Nolte (REV Heilbronn) bei ihrem ersten nationalen Einsatz gleich auf Platz zwei. Clubkameradin Colleen Fox erkämpfte bei den Espoirs (Jahrgang 2008/09) gegen 24 Konkurrentinnen die Bronzemedaille. Lara Rozankowski wurde hier Sechste. Ebenso wie die zehn Jahre alte Una Hadzic bei den Minis. Sechste wurde auch Leonie Stegmaier vom RSV Nattheim bei den Cadets (Jahrg.2006/07) in einem starken Feld von 25 Athletinnen. In der Juniorenkategorie errang Victoria Fox vom RRV Bad Friedrichshall Platz fünf.

Rothenbächer mit Trainerin

 

Zum ersten Mal nach zwei Jahren stellten sich Solotänzerinnen des SV Winnenden wieder einer nationalen Jury und konnten mit der 12-jährigen Valentina Markakis überraschend Platz eins bei den Espoirs erringen. Vierte wurde Lilly Felchle bei den Espoirs und Amelie Felchle kam ebenfalls auf Rang 4 bei den Minis. Lara Grauer vom REV Heilbronn kam mit den Inlineskates und einer soliden Leistung auf Rang eins. Die Teilnehmerzahlen in dieser Trend-Sportart bleiben jedoch weiterhin stark hinter den Erwartungen zurück.

Ergebnisse kann man hier abrufen: https://drive.google.com/drive/mobile/folders/1qWqHhCxL2K2yXP6DP7IUMlHvwr9j_e6N?usp=sharing

Bericht: Sigrid Seeger-Losch

Fotos: Ernst Rothenbächer

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