Rollkunstlauf

Rollkunstlauf (273)

Sechs Jahre mussten die Rollsportfans aus dem Ländle warten, bis sie wieder eine Deutsche Meisterin in ihren Reihen begrüßen konnten. Natalie Rothenbächer vom REV Heilbronn errang den Titel in der S-Arena in Göttingen und lief damit in die Fußstapfen von Stefanie Lell, die 2015 in Kiel die Goldmedaille erkämpft hatte.

Rothenbächer gewann in einer kleinen Zitterpartie den Titel vor Titelverteidigerin Sofie Hofferberth aus Hessen mit 109,44 zu 106,88 Punkten. Zu verdanken hatte sie die Goldmedaille ihrer herausragenden Performance im Kurzprogramm zur anspruchsvollen Musik „dance macabre“ mit hohen Wertungen für eine ausdrucksstarke Präsentation und gelungenen schwierigen Elementen, wodurch sie sich einem Vorsprung von fünf Punkten erkämpfte. Bei der Kür machten sich dann einmal mehr die Nerven bemerkbar und der 20-jährigen Studentin verliefen einige Fehler bei den Sprüngen und auch einen Sturz beim Dreifach-Toeloop musste sie verkraften. Hervorragende Pirouetten- und Schrittkombinationen in einer wunderschönen Choreographie auf die Filmmusik aus Casablanca machten diese Defizite jedoch wieder wett. Die Nervenanspannung der Rothenbächer-Fans und auch von Trainerin Petra Schneider-Blattner, der früheren Weltmeisterin, löste sich in Jubel auf, als nach Abschluss dieses spannenden und knappen Wettbewerbs auf der Anzeigetafel die Heilbronnerin als die beste Rollkunstläuferin in Deutschland feststand.

Insgesamt hatten sich 21 Teilnehmer aus fünf Vereinen des WRIV für die DM-Teilnahme qualifiziert und weitere Medaillen und gute Plätze erringen können. Bei den Schülern waren die Starterfelder besonders groß. Bei den Tots schaffte es die neunjährige Jana Nolte (REV Heilbronn) bei ihrem ersten nationalen Einsatz gleich auf Platz zwei. Clubkameradin Colleen Fox erkämpfte bei den Espoirs (Jahrgang 2008/09) gegen 24 Konkurrentinnen die Bronzemedaille. Lara Rozankowski wurde hier Sechste. Ebenso wie die zehn Jahre alte Una Hadzic bei den Minis. Sechste wurde auch Leonie Stegmaier vom RSV Nattheim bei den Cadets (Jahrg.2006/07) in einem starken Feld von 25 Athletinnen. In der Juniorenkategorie errang Victoria Fox vom RRV Bad Friedrichshall Platz fünf.

Rothenbächer mit Trainerin

 

Zum ersten Mal nach zwei Jahren stellten sich Solotänzerinnen des SV Winnenden wieder einer nationalen Jury und konnten mit der 12-jährigen Valentina Markakis überraschend Platz eins bei den Espoirs erringen. Vierte wurde Lilly Felchle bei den Espoirs und Amelie Felchle kam ebenfalls auf Rang 4 bei den Minis. Lara Grauer vom REV Heilbronn kam mit den Inlineskates und einer soliden Leistung auf Rang eins. Die Teilnehmerzahlen in dieser Trend-Sportart bleiben jedoch weiterhin stark hinter den Erwartungen zurück.

Ergebnisse kann man hier abrufen: https://drive.google.com/drive/mobile/folders/1qWqHhCxL2K2yXP6DP7IUMlHvwr9j_e6N?usp=sharing

Bericht: Sigrid Seeger-Losch

Fotos: Ernst Rothenbächer

Kaum zu glauben! Die Kunstlaufkommission hat es geschafft vom 16.-19.07.2021 den Startrainer und mehrmaligen ehemaligen Weltmeister Patrick Venerucci zu engagieren. Dieser weilte zum ersten Mal im Landesleistungszentrum in Heilbronn.

Zum Lehrgang wurden die eine Woche vorher nominierten Sportlerinnen und Sportler für die Süddeutsche Meisterschaft und Deutsche Meisterschaft Kür eingeladen.

Mit Eifer und Neugier absolvierten die großen und kleinen Sportler und Sportlerinnen die Trainingseinheiten des Italienischen Trainers. Viele tolle Tipps konnten, die Läufer und Läuferinnen, sowie deren Trainerinnen sammeln. Am Samstag konnte man mit Petra Bindl aus Bayern, eine weitere erfahrende Trainerin gewinnen. Diese kontrollierte auf der Rollsportanlage in Bad- Friedrichshall die Schrittpassagen der Sportler und Sportlerinnen. Auch zeigten die jüngere Läuferinnen ihre Kürprogramme und erhielten wertvolle Tipps. Auf dem Programm standen unter anderem auch Mentaltraining und Athletik. Diese Einheiten wurden von den gut ausgebildeten Trainerinnen des Württembergischen Rollsportverbandes durchgeführt, welche auch die Trainingseinheiten mit Patrick und Petra tatkräftig unterstützen.

Vielen Dank an alle Helfer, Trainer, Organisatoren. Ohne eure Hilfe, wäre dieser Kaderlehrgang nicht möglich gewesen.

Text: Manuela Hinderberger

Fotos: Anja Felchle

 

Barbara Schulz: Die Sportkommission Rollkunstlauf bedankt sich für die tolle und harmonische Zusammenarbeit in den vielen zurückliegenden Jahren

Manuela Mähner: Wir bedanken uns alle für die jahrelange Unterstützung in der Sportkommission. Und freuen uns sehr, dass Manuela uns weiterhin unterstützen wird, vor allem in der Wettkampf-Organisation.

Petra Schneider-Blattner: Da im letzten Jahr kein Event war, haben wir unsere Gratulation für den runden Geburtstag nachträglich verschoben auf diese WüM.

Text: Sigrid Seeger-Losch

Fotos: Cristof Mandaus

Beim Internationalen Deutschlandpokal in der Schauenberghalle in Freiburg waren in den Kürwettbewerben auch zwei Rollkunstläuferinnen vom REV Heilbronn am Start. Aus zwölf Nationen kamen zahlreiche Teilnehmer zu diesem traditionellen Sportevent und waren glücklich, sich nach einem Jahr Corona bedingter Pause wieder vor einer internationalen Jury präsentieren und sich mit den Topathleten messen zu können. Der Eintritt von Publikum war allerdings nur bedingt möglich.

Die deutsche Vizemeisterin Natalie Rothenbächer startete mit einem unbefriedigenden achten Platz nach dem Kurzprogram mit Elan in die große Kür, eine Platzverbesserung fest ins Auge gefasst. Ausdrucksstark und mit hoher Musikalität präsentierte sie ihr vielseitiges Programm. Eine schwierige Sprungkombination mit Doppelaxel und Doppeltoeloop brachte die ersten Punkte ein. Auch weitere Doppelsprünge sowie der gefürchtete Doppel-Rittberger gelangen. Viele Punkte holte die 20-jährige Studentin mit tollen Pirouetten-Kombinationen und Schrittpassagen und Trainerin Petra Schneider-Blattner zeigte sich zufrieden mit der Leistung und dem 5.Platz ihres Schützlings, der mit dieser hervorragenden Performance drei Plätze aufholen konnte und nur die starken Italienerinnen und eine Athletin aus Brasilien an sich vorbei lassen musste.

Die zwölfjährige Colleen Fox erkämpfte sich bei den Espoirs mit einer gelungenen Kür-Präsentation überraschend die Silbermedaille. Ohne Fehler zeigte sie zahlreiche Doppelsprünge und schöne Waagepirouetten. Ihre Trainerin Gudrun Hartmann freute sich riesig über das gute Abschneiden dieses Heilbronner Nachwuchstalentes, das Sportlerinnen aus Deutschland, Israel und den Niederlanden hinter sich lassen konnte. Bei den deutschen Meisterschaften Anfang August in Göttingen wird sie sich bei den Schülern B weiter bewähren können.

Bericht: Sigrid Seeger-Losch

Foto: Damian Fox

In diesem Jahr haben die Vereine des WRIV, die Möglichkeit Lehrgänge für ihre Breitensportler (alle Sportler, die nicht auf der Kaderliste 2021 stehen) durchzuführen. Am Sonntag, den 27.Juni fand in Eppingen der 1. WRIV Breitensportlehrgang mit über 30 Sportlern aus Eppingen und Nattheim statt. Der Tag gestaltete sich sehr abwechslungsreich. Vormittags war ein Zumba-Kurs angeboten, welchen alle 3 Gruppen nacheinander mit Musik begeisterte. Es standen Küreinheiten auf dem Programm mit verschiedenen Schwerpunkten wie Pirouetten, Schrittfolgen, Sprünge…

Es wurden auch zwei Einheiten für die Pflichtläufer angeboten, welche sehr konzentriert trotz heißem Wetter wahrgenommen wurden. Aus dem Ausdruckstraining konnte jeder Läufer etwas mit nach Hause nehmen, gerade für die noch jüngeren Läufer war dieses neue Thema, sehr spannend. Nachmittags wurde parallel zum Kürlaufen, Outdoor Athletik Training angeboten, durch das sehr heiße Wetter wurde hierbei sehr gerne der Schatten gesucht und je nach Leistungsstand der Gruppe das Training angepasst.

Viele Läufer nutzten auch die Möglichkeit ihre Kür vor einem anderen Trainer zu präsentieren und den ein oder anderen Tipp mit nach Hause zu nehmen. Auch die Trainer untereinander nutzten die Chance, ihr Fachwissen untereinander auszutauschen und neue Ideen mit ins Training zu nehmen. Alle Kinder genossen diesen tollen Tag und freuen sich, ihr gelerntes im nächsten Training zu zeigen. Vielen Dank an alle Organisatoren, Trainer und Helfer, welche diesen Lehrgang möglich gemacht haben.

Fotos und Bericht: Barbara Geiger

Mittwoch, 02 Juni 2021 15:37

Natalie Rothenbächer wird Zwölfte in Triest

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„Es war gut, sich wieder mal der Wettbewerbssituation zu stellen und auch mal wieder andere Rollkunstläufer und ihre Küren zu sehen“. So äußerte sich die deutsche Vizemeisterin Natalie Rothenbächer vom REV Heilbronn nach Ende des renommierten internationalen Pokalwettbewerbs Sedmak-Bressan Trophy 2021. Über 350 Teilnehmer waren in Triest bei einem der größten europäischen Wettbewerbe der Rollkunstläufer und Rolltänzer am Start, unter Einhaltung aller Corona bedingten Hygiene-Vorschriften. Rothenbächer hatte ihren letzten internationalen Wettbewerb im Oktober 2019 bestritten. Damals hatte sie in Basel den Interland-Cup gewonnen.

In einem hochkarätigen Starterfeld präsentierte sie ihr neues Kurzprogramm mit zahlreichen Doppelsprüngen sowie Sprung- und Pirouetten-Kombinationen in einer wunderschönen ausdrucksstarken Choreographie. Mit dem 12.Platz war die 20-jährige Studentin nach dieser langen Auszeit zufrieden. In der großen Kür passierten ihr Fehler beim Doppelaxel und Dreifach-Toeloop. Aber da sie auch hier mit tollen Pirouetten und musikalisch vorgetragenen Schrittkombinationen punktete, konnte sie diesen Rang halten und die Konkurrentinnen aus Frankreich, Großbritannien und Israel hinter sich lassen. Einmal mehr dominierten die italienischen Athletinnen und die amtierende Weltmeisterin Rebecca Tarlazzi setzte diesem starken Wettbewerb die Krone auf. Natalie Rothenbächer äußerte sich begeistert von diesem, leider ohne Publikum, aber trotzdem schönen und gut organisierten Event und fühlt sich gut motiviert für alles, was in dieser Saison noch auf sie zukommt. Die Weltmeisterschaften sollen im Oktober in Paraguay stattfinden.

Sigrid Seeger-Losch

Im italienischen Triest findet in der Pfingstwoche der internationale Pokalwettbewerb Trofeo Internationale Sedmak-Bressan 2021 statt. Es ist mit über 350 Teilnehmern einer der größten europäischen Wettbewerbe der Rollkunstläufer. Und die Rollsportfamilie atmet auf, denn es ist die erste große Maßnahme seit Oktober 2019, nachdem wegen Corona im Jahr 2020 alle internationalen Meisterschaften und Wettbewerbe gecancelt werden mussten. Allerdings wird das Event nicht mit früher zu vergleichen sein, denn es müssen zahlreiche Hygiene-Vorschriften beachtet werden. Auch Zuschauer sind in der Halle ausgeschlossen.

Foto (Raniero Corbeletti) Natalie bei einer Sitzpirouette

In den verschiedenen Alterskategorien sind Sportlerinnen und Sportler im Kürlaufen, Paarlaufen und Rolltanzen gemeldet. Im Gegensatz zu den Jahren bis 2019 wurde das Pflichtlaufen aus dem Programm genommen.

Durch den Deutschen Rollsport- und Inline-Verband (DRIV) wurde Natalie Rothenbächer vom REV Heilbronn als einzige Sportlerin aus dem Südwesten nominiert. Sie wird es nicht leicht haben, denn die Starterliste ist groß und mit 21 Teilnehmern aus Israel, Slowenien, Spanien und natürlich vom Gastgeberland Italien sehr gut besetzt. Eine Teilnehmerin kommt sogar aus Ecuador. Rothenbächer sieht diesen Wettbewerb erst mal als gute Übung für die kommende Saison und will ihre Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Das Ziel der 20-jährigen Studentin ist es, mit ihrer Kür eine gute und befriedigende Leistung unter Wettbewerbsbedingungen zu präsentieren.

Text: Sigrid Seeger-Losch

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