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Christian von Känel wird Junioren-Weltmeister
By hpfriede - Date: 2005-11-30 13:17:55


Württemberg hat nach langen Jahren wieder einen Weltmeister im Rollkunstlaufen! Christian von Känel vom REV Heilbronn konnte bei der Junioren-WM in Rom in einem starken Feld von Athleten aus zehn Nationen und vier Kontinenten den Titel im Pflichtwettbewerb gewinnen.

Stärkster Konkurrent war mit Fabian Clad (Freiburg) ausgerechnet ein Sportler aus dem deutschen Lager, der dem 18-jährigen Gymnasiasten von der ersten Pflichtfigur an dicht auf den Fersen war. Aber Christian behielt die Nerven und präsentierte Gegenwende und Schlangenbogen-Doppeldreier präzise und konzentriert und konnte bei der dritten Figur, dem Schlingen-Paragraphen noch mal zulegen und einige Zehntel aufholen, sodass nach der vierten Figur, einem Schlangenbogen-Gegendreier die Reihenfolge klar war und von Känel mit 230,0 Punkten den Weltmeistertitel erkämpft hatte. Fabian Clad (228,20 Punkte) gewann die Silbermedaille vor dem Italiener Luca Raccaro (221,20 Punkte) und dem Amerikaner Joshua Suetterlein (219 Punkte).
Der Pflichtspezialist Christian von Känel hatte nach Bekanntgabe seiner WM-Nominierung ein intensives Training bei seinen Trainerinnen Petra Schneider-Blattner und Claudia Zoller, die ihn auch in Rom betreuten, absolviert und war in hervorragender Form. Bis zu sechsmal in der Woche kam der in Waiblingen wohnhafte Athlet zum Training nach Heilbronn ins Landesleistungszentrum am Europaplatz. Der ehrgeizige und fleißige Sportler war im September in Padua bereits Junioren-Europameister geworden und hatte außerdem noch die Bronzemedaille in der Kombination gewonnen. Bei der WM war er nur für den Pflichtwettbewerb gemeldet worden und konnte sich dadurch ganz auf die schwierigen Figuren konzentrieren, was sich am Ende auch ausgezahlt hat.
Für die zweite WRIV-Teilnehmerin Stefanie Lell sah es nach ihrem 13. Platz nach der Kurzkür eher enttäuschend aus. Die sieben Preisrichter waren sich über die Leistungen der deutschen Juniorenmeisterin absolut nicht einig. So setzte sie das Jury-Mitglied aus Taipe auf den 17. Platz, während sie von der Australierin Platz acht erhielt. Aber Stefanie bewies auch bei dieser Weltmeisterschaft ihr Kämpferherz. Nach der gelungenen Vierminutenkür, in der sie einmal mehr mit der ausdrucksstarken Choreographie und den schwierigen Sprüngen und Waagepirouetten punktete, holte sie gleich sechs Plätze auf und wurde im Endergebnis noch siebte. Stefanie hatte sich zum Ziel gesetzt, unter den Top Ten der Welt zu sein. Was ihr mit großem Können, Energie und Nervenstärke auch gelang. 34 junge Damen waren in diesem großen Feld angetreten, wobei überraschend die Europäerinnen die ersten sieben Plätze belegten. Hinter Stefanie platzierten sich unter anderem die Sportlerinnen aus Argentinien, Kolumbien, den USA und Australien.

(ssl)



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